Welche Rolle spielt die Metaposition im systemischen Denken?

Die Metaposition, auch Beobachterposition genannt, ist neben der Ich-Position und der Du-Position eine der drei Wahrnehmungspositionen, die Menschen mit Hilfe ihres Geistes einnehmen können. Was ist das Besondere an ihr und welche systemische Bedeutung  hat sie?

Im Drei-Positionen-Modell des NLP liefert die Metaposition Überblick und eine Ergänzung der individuellen Perspektiven. Sie vermittelt das größere Bild einer Situation, in dem sich Details und individuelle Aspekte harmonisch einordnen lassen. Führt man diesen Gedanken fort, eröffnet die Metaposition weitere Spielräume. Sie ist die Perspektive, von der aus Reframing möglich ist. Reframing bezeichnet die Fähigkeit, das Bestehende in einem neuen Rahmen und damit auch in einem neuen Licht zu sehen. Die Metaposition ist also Voraussetzung für Entwicklung.

Wer verändern will, so die Schlussfolgerung, braucht zwischendurch Abstand. Und je größer der Abstand, umso tiefgreifender die Chance, eine grundlegend neue Lösung zu finden. Die lösungsorientierte Neuausrichtung eines Systems setzt die Metaperspektive voraus.

Was das für den Alltag bedeutet? Gute Lösungen finden wir, wenn wir hin und wieder in die Gesamtschau gehen. Anstelle einfach bei einer Sache zu bleiben, ist es produktiv, immer wieder von Außen auf das eigene Projekt zu schauen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.