Wie entsteht innere Zielökologie?

Ziele haben wieder Hochkonjunktur. Sie geben Richtung und Vorfreude. Und sie schaffen Motivation. Doch sie frustrieren auch, wenn Alltagsroutinen und Hindernisse die positiven Emotionen des Anfangs beiseite schieben und das Ziel wieder in die Ferne rückt. Wer die NLP-Ideen zur inneren Zielökologie beachtet, kann sich sicher sein, dass er Ziele wählt, die realisierbar sind.

Was ist wichtig, um tatsächlich zum Ziel zu kommen? Was macht Ziele ökologisch? Im Zentrum jedes guten Ziels steht die Frage: Ist mein Ziel tatsächlich selbstbestimmt gewählt? Erfüllt es langfristig meine inneren Bedürfnisse? Oder habe ich es aufgrund von Annahmen gewählt, die bei genauer Prüfung nicht stichhaltig sind? Zwei Herangehensweisen unterstützen bei der Klärung:

  • Der Sinnes-Check: Ökologische Ziele fühlen sich gut an, sehen gut aus und klingen auch gut. Ob das für Ihr Ziel zutrifft, können Sie nur feststellen, wenn Sie tatsächlich sorgfältig in sich hinein-fühlen, hinein-schauen und hinein-horchen, wie das Ziel Ihr Leben verändern wird. Achtsame Wahrnehmung unterscheidet sich nämlich deutlich von der vordergründigen Begeisterung, die wir erleben, wenn wir voreilig einer ungeprüften Ziel-Theorie folgen. So müssen beispielsweise viele Lottogewinner erstaunt feststellen, dass ihr Ziel Reichtum weder die Lebensqualität erhöht noch alle Probleme löst. Manchmal sogar im Gegenteil.
  • Der Werte-Check: Die Qualität eines Ziels steht und fällt außerdem mit dem Maßstab, den das eigene Wertesystem vorgibt. Ziele, die nicht oder nur ungenügend den eigenen Werten dienen, sind fremdbestimmt. Warum zum Beispiel die Karriereleiter hochklettern, wenn das eigene Wertesystem familiäres Miteinander viel als höheren Wert erlebt?

Ökologische Ziele erfüllen keine vordergründigen Bedürfnisse, sondern bringen die eigene Persönlichkeit mit ihren manchmal auch widerstreitenden Anteilen langfristig voran. Denn gute Ziele klären, was im Leben wirlich wichtig ist. Sie stiften immer mehr Nutzen als persönliche Kosten.

Und die anderen? Was, wenn die innere Ökologie stimmt, aber das Umfeld nicht mitziehen will? Dazu die Erfahrung des amerikanischen Tenors und Musiklehrers Robert Brault: Do what you must, and your friends will adjust.

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