Was sind Metafragen?

Wie genau? Wer oder was genau? Verglichen mit wem? Wirklich alle? Wirklich keiner? Das sind typische Fragen des NLP-Meta-Modells der Sprache. Das Meta-Modell der Sprache löst Unklarheiten auf, bringt Details zutage und klärt Zusammenhänge, die durch vage Formulierungen verschleiert worden sind.

Das klärende Nachfragen mit Metafragen ist immer dann besonders nützlich, wenn eine vage Formulierung Einschränkungen suggeriert.  Die Aussage: „Keiner ist bereit, uns zu unterstützen“ bremst den Elan und verhindert, kreative Wege zur Mobilisierung neuer Unterstützer zu gehen. Eine passende Metafrage lautet: „Ist wirklich keiner bereit, Hilfe anzubieten?“ In den meisten Fällen enttarnt die Antwort Übertreibungen und Verallgemeinerungen, die wenig hilfreich sind.

Ein weiteres Beispiel: Viele Aussagen verzichten auf das Nennen von Ross und Reiter: „Es scheint unmöglich“. Die passende Metafrage: „Wer oder was genau ist es? Und wer genau sagt das?“ Der Befragte geht im Prozess des Beantwortens in mehr Eigenverantwortung und erkennt neue Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und scheinbar Unmögliches dann doch zu realisieren.

Metafragen sind immer dann ausgesprochen unbequem, wenn Menschen nicht die Bereitschaft haben, Verantwortung zu übernehmen und Handlungsspielräume zu erkennen. Stellt der die Mutter, der Chef oder der Coach zu viele Metafragen, ohne auf den Rapport zu achten, können Metafragen aber auch erkennntniswillige Menschen schon mal in die Ecke drängen. Metafragen sollten daher dosiert zum Einsatz kommen. Die richtige Dosis vorausgesetzt, erzeugen sie allerdings auf einfache Art neuen Handlungsspielraum.